Symposium Sport am Limit an der Universität Klagenfurt.

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Klagenfurt (LPD). Zu einem Symposium mit Experten und Spitzensportlern haben das Uni-Sportinstitut und das Sportpsychologische Kompetenzzentrum des Landes gestern, Freitag, in die Uni Klagenfurt eingeladen. Grundlegend ging es nach Workshops und Vorträge dann bei der Abschlussveranstaltung am Abend, bei einer Podiumsdiskussion im Beisein von Sportreferent LH Peter Kaiser, um die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Aktivitäten, Projekten und Veranstaltungen im Breiten- wie im Spitzensport. Unter dem Titel „Sport am Limit“ diskutierten neben LH Kaiser Marco Haller, Rad-Profi, Gregor Högler, Sportdirektor des Öst. Leichtathletikverbandes, Sarah Lagger, Siebenkämpferin, Rasa Sraka, Vorsitzende des Slow. Olymp. Komitees, und Klaus Zeyringer, Literaturwissenschaftler. Kaiser wies auf die Sportförderung des Landes hin, die 8,2 Mio. Euro betrage. „Wir haben das Sportbudget auch in schwierigen Zeiten durchgetragen und liegen mit dieser Summe im österreichischen Mittelfeld“, so Kaiser. Das Land habe für die Strukturen und Sportstätten in erreichbarer Nähe zu sorgen. „Aber die Leistungen erbringen die Sportlerinnen und Sportler sowie die ehrenamtlichen Funktionäre“, sagte Kaiser in der Diskussionsrunde, angesprochen auf die Unterstützung für den Sport von Seiten der öffentlichen Hand. Und genau diese Leistung, die Möglichkeiten, Grenzen, Limits und Gefahren des Sports wurden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Sportler waren sich jedoch einig: Für sie gilt, egal welcher Wettkampf, immer das Beste zu geben und alles aus sich herauszuholen und so auch an seine Grenzen zu stoßen und zu sehen, wo die Limits sind. Um Limits ging es auch bei Sportevents. Großes Thema waren die Olympischen Spiele, die Milliardengeschäfte und die Kommerzialisierung des Sports. Der Landeshauptmann sagte in diesem Zusammenhang: „Es hat in diesem Bereich viel Gigantomanie stattgefunden, aber ich orte ein Umdenken. Spiele wird es geben, aber es werden Spiele der Nachhaltigkeit werden und wir werden zu einer Normalität zurückkehren!“ Im Zuge der Diskussion wurden Olympische Spiele, die Olympische Idee, hinterfragt. Kaiser sagte, er erlebe die Olympische Idee nach wie vor als sehr ehrlich im Rahmen der Special Olympics. „Dort herrscht ein anderer Zugang, das ist Sport in seiner ursprünglichen Form, dort herrscht Freude am Miteinander und Spaß am Sport“, so Kaiser. Gegen Schluss der Diskussion wurde das Thema Bewegung generell beleuchtet. Der Landeshauptmann bestätigte das ständige Bemühen von Seiten des Landes, so viele Menschen wie möglich zu mehr Bewegung zu animieren. „Es werden sich nicht 100 % der Menschen sportlich betätigen. Aber wir bringen den Sport in die Kindergärten und Schulen, um Bewusstsein zu schaffen und Begeisterung auszulösen. Aber es muss auch Menschen geben, die Initiativen setzen“, erklärte Kaiser. Für das steigende Lebensalter und den damit verbundenen Wunsch, möglichst gesund zu bleiben, sei es laut Kaiser unausweichlich, sich vernünftig sportlich zu betätigen. Fazit aller Diskutanten war schließlich, dass es wohl beide Wahrheiten im Sport gebe: die Faszination Sport ebenso wie negative Einflüsse und Ausflüsse. Das Symposium und die Diskussionsveranstaltung in der Uni richteten sich an Trainer, Sportler, Funktionäre, Lehrende und Studierende, organsiert wurde es von Franz Preiml, dem Direktor des Uni-Sportinstitutes. Über 200 Zuhörer kamen zur Abendveranstaltung.
Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch
Fotohinweis: Sportreferat/Kuess